Wandschlitzarbeiten

Wann werden Wandschlitzarbeiten benötigt?

Bei der Erstellung oder dem Ausbau haustechnischer Anlagen – wowohl bei Neu- als auch bei Altbauten – in Mauerwerksbauweise werden die hierfür erforderlichen Leitungen oftmals in nachträglich hergestellten Schlitzen und Aussparungen verlegt. In der Regel kommt die Schlitzfräse demnach bei der Elektroinstallation für das Verlegen von Leerrohren oder Kabeln und Leitungen zum Einsatz.

Die hiermit einhergehende Schwächung des Mauerwerksquerschnitts hat gewisse Auswirkungen auf Tragfähigkeit und bauphysikalische Eigenschaften des Mauerwerks. In der Praxis ruft die Anordnung und Ausführung von Schlitzen und Aussparungen daher sowohl bei Tragwerksplanern als auch bei Bauausführenden immer wieder Unsicherheit hervor und setzt einiges an Fachwissen und Erfahrung voraus.

Wie funktioniert eine Schlitzfräse?

Eine Schlitzfräse schneidet mit ihren zwei Diamantscheiben zwei parallele Schlitze in jede Wand (außer Holz ). Danach kann man relativ einfach mit einem Bohrhammer oder Kombihammer mit Meißel Funktion das dazwischen liegende Stück raushämmern bzw. herausbrechen.

Sollte sich in der entstandenen Nut noch etwas Restmaterial von der Wand befinden, so muss die Nut etwas nachbearbeitet werden. Der Aufwand hierfür hält sich jedoch in Grenzen und stellt kein großes Problem dar. In jedem Fall ist der Aufwand geringer als das komplette Ausstemmen eines Schlitzes per Hand. Die Zeitersparnis ist enorm und kann an anderer Stelle gewinnbringender eingesetzt werden.

So lassen sich ganze Räume innerhalb kürzester Zeit mit sauberen Schlitzen für alle möglichen Anwendungen versehen und keiner ist mehr gezwungen, seine Leitungen Aufputz oder in Kabelkanälen zu verlegen. Bei modernen und guten Schlitzfräsen können sowohl die Schlitztiefe als auch die Schlitzbreite eingestellt werden.